In vielen Routern ist der NetUSB-Treiber der aus Taiwan stammenden Firma KCodes verbaut. Doch genau dieser Treiber bereitet jetzt Probleme.

Über einer Sicherheitslücke können Angreifer auf am Router angeschlossene Festplatten sowie auch auf Drucker zugreifen. Darüber hinaus kann auch noch auf das gesamte Netzwerk zugegriffen werden.

routersicherheitBetroffen sind bisher 92 Modelle der Firmen TP-Link, D-Link, Trendnet, Zyxel und Netgear. Nicht betroffen sein sollen Fritzbox-Router. Laut Experten könnten aber noch weit mehr Router gefährdet sein. Das Unternehmen SEC Consult hat eine Liste mit allen bisher bekannten Routern veröffentlicht, auf denen die Funktion „NetUSB.inf“ aktiviert ist. SEC Consult setzte sich zudem bereits mit der Firma KCodes in Verbindung und ließ ihnen die ausgewerteten Daten zukommen. Doch bisher reagierte die Firma nicht wirklich darauf. Laut SEC Consult gab es bisher nur sinnlose Antworten aber keine wirkliche Stellungnahme zum Problem und auch keine Lösungsvorschläge. Weitere Anfragen wurden sogar ignoriert.

Daher lautet der Rat momentan, dass jeder, der einen betroffenen Router nutzt, auf der Herstellerseite nach einem Update suchen und dieses installieren soll. Denn SEC Consult hat die Hersteller der Router informiert, die sich umgehend um das Problem kümmern wollen. Allerdings bedeutet das auch, dass nicht direkt für jedes Modell ein Update zur Verfügung stehen wird. Ein weiterer Rat lautet daher, vorübergehend die NetUSB-Treiber zu deaktivieren, solange die Sicherheitslücke besteht.

Hier geht es zum Test des Routers: Test bei Computerbild

Quelle: sec-consult.com und welt.de