Schweizer Messenger-Dienst erhält neue Optik und noch mehr Schutzfunktionen

Schweizer Messenger-Dienst erhält neue Optik und noch mehr Schutzfunktionen

Der verschlüsselte Messenger Threema ist eine Entwicklung der Schweizer Threema GmbH und kam 2012 auf den Markt.

Die App-Server befinden sich nach Angaben des Unternehmens ausschließlich in der Schweiz. Aktuell hat der Dienst über 5 Millionen Nutzerinnen und Nutzer! Threema, ähnlich wie Whatsapp, ist ein sehr sehr sicherer Messenger-Dienst in Schweizer Qualität. Eine bessere und sicherere Technologie ermöglicht hier eine wirklich runde Geschichte für den Nutzer.

Die App fragt beim ersten Start, ob das Adressbuch des Smartphones mit den Threema-Servern abgeglichen werden soll, um andere NutzerInnen zu finden. Stimmt man zu, werden die Kontakte anonymisiert (gehasht) abgeglichen und anschließend wieder gelöscht.

Es ist auch möglich, Threema ohne die Freigabe der eigenen Kontakte zu nutzen. Andere Nutzer können zum Beispiel über ihre Threema-ID gefunden werden.

Hinzugefügte Kontakte werden innerhalb der App in drei Sicherheitsstufen dargestellt. Die sicherste Stufe wird nur erreicht, wenn die beiden Gesprächspartner ihre Identitäten über das Scannen eines QR-Codes bestätigt haben.

Seit September 2017 ist über die App auch verschlüsselte Internet-Telefonie möglich. Auch die Telefonie läuft über die Threema-ID und kommt ohne die Telefonnummer der NutzerInnen aus. Video-Anrufe sind bisher noch nicht möglich.

Die App und einzelne Chats lassen sich mit einem Passwort schützen. Standardmäßig nutzt die App die Google-Play-Dienste, sie funktioniert aber auch ganz ohne Google.

Die Wirtschaft hat diesen Dienst für sich entdeckt und nutzt diesen viel lieber, da der Datenschutz bei Threema groß geschrieben wird. Nun erhält der verschlüsselte Datenschutz-Messenger Threema mit dem Update auf Version 4.0 unter Android eine überarbeitete Nutzeroberfläche. Zudem kommen einige neue Schutzfunktionen hinzu. Laut den Entwicklern soll die überarbeitete Navigation mit unten angeordneten Reitern für Chats, Kontakte und das eigene Profil die Steuerung der App vereinfachen. Speziell auf Geräten mit grossen Displays dürfte die Anordnung einige Vorteile bei der Bedienung mit sich bringen.

Ein weiteres Plus an Datenschutz sorgt indessen die auf Basis von OpenStreetMap erstellte Kartenanzeige und Standort-Auswahl. Sie ersetzt das bisher genutzte Pendant von Google Maps .

Dadurch werden Standort-Daten nicht mehr mit dem Internet-Konzern ausgetauscht. Zudem haben die Entwickler nun auch eine Kamera- und QR-Code-Funktion direkt in der App implementiert. Nutzer sind also zur Verifizierung von Accounts per Kamera-Scan nicht mehr auf externe Anwendungen angewiesen.

Daneben ist es dank des Updates auch möglich, die App mit einer biometrischen Sperre abzusichern. Je nach Geräte-Support kann der Chat dann nur noch mittels Fingerabdruck oder Face Unlock gestartet werden.

Der verschlüsselte Messenger Threema lässt NutzerInnen die Wahl, wie viele Daten sie von sich preisgeben möchten. Die Kommunikation über die App aus der Schweiz ist auch ohne Telefonnummer möglich. Die App kostet 2,99 Euro und ist für Android und iOS verfügbar.

Ein toller Blog-Artikel zu Threema ist auch hier zu finden: threema.ch

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